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Endo Morning 1 1280

Sollen sich Patientinnen & Patienten mit chronisch entzündlicher Darmerkrankung gegen COVID-19 impfen lassen?

Die COVID-SARS Pandemie ist ein Thema, dass uns seit einem Jahr intensiv beschäftigt. Eine Frage, die immer wieder gestellt wird, ist ob man sich impfen lassen soll. Dies betrifft vor allem Patientinnen & Patienten mit chronischen Erkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, mit oder ohne immunsuppressiver Therapie. Die Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie hat jetzt auf ihrer Homepage ein Statement publiziert, dass diese Frage beantworten sollte:

 

„Kurz und bündig dürfen wir zusammenfassen, dass wir ALLEN Patient*Innen mit einer CED mit und ohne immunsuppressiver Therapie eine Impfung gegen COVID-19 empfehlen. Die COVID-19 Impfstoffe von Pfizer/BioNTech, Astra Zeneca und Moderna wurden ausreichend auf Sicherheit und Nebenwirkungen getestet und weisen sehr gute Ergebnisse in Hinblick auf einen Infektionsschutz auf.

Die medizinischen Experten der ÖGGH empfehlen aufgrund der vorliegenden Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit dieser Impfstoffe eine Vakzinierung gegen COVID-19 für ALLE Patient*Innen mit CED, auch für Patient*Innen unter Immunsuppression, sobald diese zur Verfügung stehen.“

 

Den kompletten Text können Sie hier nachlesen. (online seit 31.1.2021)

ESD eines Plattenepithelkarzinoms

Artikel online seit 6.1.2021

Langzeitergebnisse der endoskopischen Submukosadissektion beim Platteneithel des Ösophagus

Mit der der endoskopischen Submukosadissektion steht seit einigen Jahren eine minimal invasive Alternative zur Chirurgie zur Behandlung von Frühkarzinomen des Verdauungstraktes zur Verfügung. Besonders in der Speiseröhre stellt das Verfahren aufgrund der minimalen Patientenbelastung eine interessante Option dar. Da wir uns aber an den Ergebnissen der Chirurgie messen müssen, ist die kürzlich in Endoscopy publizierte Studie von Oda und Kollegen umso wichtiger: Diese ergab, dass das krankheitsspezifische Überleben 5 Jahre nach ESD beim Plattenepithelkarzinom 99,1% beträgt. 94,6% der Patienten waren nach 5 Jahren metastasenfrei.

Die Behandlung wird aufgrund der Komplexität in Europa nur von wenigen Experten durchgeführt.

Haben Patienten mit chronisch entzündlicher Darmerkrankung (CED) ein erhöhtes Risiko am COVID-19 Virus zu erkranken?

Die COVID-SARS Epidemie hat das Leben aller Menschen im letzten Jahr verändert. Neben den Einschränkungen im täglichen Leben, sind es vor allem Ängste, welche die Lebensqualität beeinträchtigen.

Vor allem Menschen mit chronischen Erkrankungen wie dem Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa fragen sich, ob sie einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind.

Diese Angst ist nicht von der Hand zu weisen, so konnte gezeigt werden, dass sich bei 50% der Erkrankten das Virus im Stuhl nachgewiesen läßt. 

Darüber hinaus war bei 1/5 der Patienten, deren Abstrich negativ war, im Stuhl noch COVID-19 zu finden.

Bisher gibt es aber keinen Hinweis, dass Patienten mit Torbus Crohn oder Colitis ulcerosa häufiger an COVID-SARS erkranken. Ein Grund dafür dürfte darin liegen, dass das Virus über das „angiotensin-converting enzyme 2“ (ACE2) in die Epithelzellen gelangt. Neben diesem ACE2 von Epithelzellen gibt es aber auch eine lösliche Form, die im Blut zirkuliert. Diese letztere Form ist bei CED vermehrt zu finden und scheint daher das Virus quasi abzufangen.

Ein anderer Aspekt von COVID-SARS und CED betrifft den Einsatz von das Immunsystem supprimierenden Medikamenten: durch die Hemmung der Zytokin getriggerten Entzündungsreaktion bei CED könnte nicht nur die Entzündung der Darmschleimhaut gehemmt werden sondern auch der „Zytokinsturm“ bei der COVID Pneumonie gemildert werden.

Dies wurde von Monteleone und Ardizzone im September 2020 im „Journal of Crohn’s and Colitis“ publiziert und sollte bei Patientinnen und Patienten mit CED die Angst vor einer Infektion zu reduzieren bzw. sie zu überzeugen, die wichtige immunsuppressive Therapie fortzuführen.

Morbus Crohns des Ileums

Artikel online seit 5.1.2021

Kontakt

Dr. Michael Häfner

Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie und Hepatologie

Keine Kassen (Wahlarzt)

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